Zahnärztliche Hilfe für Menschen in Not

Der Hamburger Caritasverband hat Mitte der Neunziger Jahre die ambulante medizinische Versorgung obdachloser Menschen mit einem Krankenmobil gestartet. Das Team des Mobils leistet auf den Straßen der Stadt eine medizinisch-pflegerische Ersthilfe. Während Haut- und Atemwegserkrankungen gut behandelt werden können, fehlten für zahnmedizinische Behandlungen bisher die entsprechenden Voraussetzungen.

Der Caritasverband konnte dieses Problem im März 2008 mit der ersten rollenden Zahnarztpraxis in Deutschland lösen. Das Zahnmobil verfügt über einen Behandlungsstuhl samt Bohr- und Absauganlagen. Nun können Füllungen gelegt und Zähne aufgebohrt oder auch gezogen werden.

An Bord sind eine Stuhlassistentin, ein Fahrer sowie eine ehrenamtliche Zahnärztin oder ein ehrenamtlicher Zahnarzt. Das Zahnmobil fährt nach einem festen Tourenplan am Mittwoch und am Donnerstag Einrichtungen der Hamburger Obdachlosenhilfe an.