Mein Tag auf dem Zahnmobil

Heute ist Dienstag und wir sind unterwegs zu einer Einrichtung der „Stiftung Mittagskinder“ in Hamburg-Neuwiedenthal.

Kaum erspähen die Kinder das Zahnmobil, kommen sie auch schon angerannt. Wann geht es los? Dürfen wir schon rein? Ich bin mit meiner neuen Freundin in der ersten Gruppe! Dürfen wir heute wieder mit der Oralkamera schauen? Hast du uns etwas Neues mitgebracht?

Das sind nur einige Fragen, die mir gestellt werden, bevor ich überhaupt aus dem Wagen steigen kann. Ich sehe viele bekannte Gesichter, aber auch einige neue. Obwohl wir in diesem Jahr schon das dritte Mal hier sind, ist für die Kinder das Zahnmobil immer wieder eine aufregende Sache.

Bei diesem Besuch habe ich die Unterlagen für die Statistik dabei. Unter anderem möchte ich wissen, wann die Kinder Geburtstag haben. Drei von den jungen Damen wissen ihre Daten sofort. Nun aber ist die kleine Mary dran. Meine Frage, ob sie weiß, wann sie Geburtstag hat, verneint sie. Doch ehe ich reagieren kann, springt Jennifer von meinem Schoß und zieht die kleine Mary etwas unsanft vom Behandlungsstuhl. Sie sagt: „Naja, ich würde mal sagen die ist 5, so alt wie ich. Sie ist ja auch so groß wie ich!“

Einer der vielen Gründe warum mir die Arbeit auf dem Mobil so unsagbar viel Spaß macht. Kinder können einfach wunderbar unkompliziert sein und machen sich keine großen Gedanken über Statistiken und lösen “Probleme“ auf so witzige Art und Weise.

In der nächsten Gruppe habe ich nur Jungen im Alter zwischen 9 und 12 Jahren. Timo zeigt mir ganz aufgeregt seine geputzten Zähne. „Und?“, frage ich. „Kannst du sehen, ob ich wirklich so geputzt habe wie du es mir letztes Mal gezeigt hast?“ „Ja, aber sehe es dir am besten selber mit der Oralkamera an!“, erwidere ich ihm. Er hat sich wirklich sehr viel Mühe gegeben. Sein Urteil: „Manno, wie geil, ich habe ja weiße Zähne und keine gelben mehr!“

Solche Jungs und Mädchen habe ich immer wieder. Sie zeigen mir, wie sehr sich unsere Arbeit mit dem Zahnmobil lohnt und wie wichtig diese ist!